John und Ellen Rimbauer gehörten
zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts zur Eilte der
High Society von Seattle. Sie erbauten am oberen Ende
der Spring Street eine riesige Residenz, die unter
dem Namen Rose Red bekannt wurde und im Laufe der Zeit
immer neuen Spekulationen Anlass gab.
Die Geschichte von Rose Red beginnt 1907 in Seattle.
Zu dieser Zeit waren die Reichen noch reicher und die
Mächtigen noch mächtiger. Wenn man Reich
und Erfolgreich war, konnte man sich alles leisten
und auch alles machen. Meist zum Nachteil der unteren
Schichten.
John P. Rimbauer war ein hochstrebender Industriemagnat
bei der Omnicron Oil Company. Er suchte eifrig eine
Frau, die sein Leben vervollständigen und ihm
einen Erben für sein Vermögen schenken sollte.
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Ellen Gilcrest, eine schöne
Debütantin aus Seattle feiner Gesellschaft, fiel
ihm sofort auf. Schon bald feierten die beiden eine
üppige Hochzeit. John war 40…Ellen war
20. Zu dieser Zeit war es normal, dass sich reiche
Männer eine jüngere Frau suchten. Dies war
vorallem bei den einflussreichen Leuten Gang und Gäbe.
Insoweit war also die Beziehung der beiden ganz normal.
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Nach der Hochzeit reisten John
und Ellen Rimbauer 1 Jahr lang rund um die Welt. John
wollte seine internationalen Beziehungen vertiefen
und Ellen sollte Kunstwerke, edle Stoffe und andere
wertvolle Dinge aus allen fernen Länder sammeln,
um ihre riesige fast fertig gestellte Villa in Seattle
auszustatten. Dieses Haus war das Hochzeitsgeschenk
von John an Ellen.
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Doch Ellens Glück währte
nicht sehr lange. Sie erkannte bald dass ihr Mann aussereheliche
Affären hatte. Oft machte Ellen sich über
die Missetaten von John in ihren Tagebuch Luft. Ihr
Leben wurde mit jedem Betrug einsamer.
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Nicht nur seine Untreue setze
allen zu. Er nützte seine Macht im Geschäftsleben
schamlos aus. John brachte es im Geschäftsleben
soweit, da man sich ihm kaum widersetzte….er
hatte alles unter seiner Kontrolle. Und dies brachte
er mit allen Mitteln zur Geltung. So drohte John seinem
Geschäftspartner Posey, dessen Homosexualität
bekannt zu geben, wenn dieser nicht seinen Anteil der
Firma aufgibt. Dieses Ultimatum setzte Posey derart
zu, dass er sich im Salon von Rose Red erhängte.
Sein Selbstmord bedeutete eine weitere Tragödie
für das Haus und dessen Bewohner
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Irgendwann schrieb Ellen in
ihr Tagebuch;
"Ich weiss nicht
ob meine Zofe es zuerst aussprach oder ob ich selbst
es tat, aber es stellt sich die dringliche Notwendigkeit,
John Rimbauer loszuwerden. Er steht mir, Sukeena, dem
gesamten Personal und nun auch dem Haus im Weg. Es
muss etwas getan werden. Ich fürchte, es ist an
mir zu entscheiden, was genau."
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Man wusste nie so recht ob
der Tod von John Rimbauer ein Selbstmord war. Andere
sagten, dass das Haus ihn buchstäblich aus dem
Fenster des Turms gestossen hatte.
Auf der Todesurkunde stand
aber lediglich "Unfall".
Nach dem Tod von John Rimbauer war Ruhe im Haus eingekehrt
und Ellen zog sich immer mehr zurück.
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Der heute letzte lebende der
Familie Rimbauer, Steven Rimbauer, der Urenkel von
Ellen und John, gab für die gesamte Untersuchung
von Rose Red und den Nachforschungen des Tagebuches
sein Einverständnis. Er nahm auch an der Reardon-Expedition
teil, deren Ziel es war, die übersinnlichen Kräfte
des schlafenden Riesen Rose Red wieder zu erwecken.
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Steven Rimbauer weiss nicht so
recht was er von dem Haus halten soll. Er sagt, dass
sobald Dr. Raerdon mit der Forschung daran fertig sei,
möchte er es abreissen und das Grundstück
verkaufen.
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Die Expedition wird von vielen
Hellsehern missbilligt. Ihnen zu folge, ist Rose Red
eine ruhende Zelle und Reardons Forschung eine nachlässige
Störung eines machtvollen schlafenden Riesen.
Reardon sagt, dass es kein Zufall sei, dass innert
60 Jahren 26 Menschen auf Rose Red starben oder verschwanden
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